Verantwortung für nicht-menschliche Stakeholder.
Zum ethischen Status von Tieren in der Stadtplanung am Beispiel von Animal-Aided Design
Der Beitrag untersucht den ethischen Status von Tieren in der räumlichen Planung am Beispiel von Animal-Aided Design (AAD). Während Tiere in Planungsverfahren traditionell vor allem als Schutzgüter oder rechtlich relevante Belange erscheinen, beschreibt AAD ausgewählte Arten als „Stakeholder“ und integriert ihre Habitatansprüche frühzeitig in Entwurfsprozesse. Diese Verschiebung wirft Fragen nach Repräsentation, Verantwortung und Selektivität auf. Da Tiere nicht institutionell vertreten sind, sind sie auf wissensbasierte Formen der Repräsentation angewiesen, was eine besondere Verantwortung für planende Akteur*innen begründet. Zugleich bleibt jede Einbeziehung selektiv und erfordert begründete Auswahlentscheidungen. Der Beitrag argumentiert, dass Koexistenz nicht als harmonischer Zustand, sondern als planerische Aufgabe zu verstehen ist, die Verantwortung für geteilte urbane Räume institutionell verankert.
- Autor*innen
- Thomas E. Hauck
- Wolfgang W. Weisser
- Publikationsart
- Buchbeitrag
- Medium
- Tiere in der Stadt 18. Jahrgang - 2026 /1 - Heft 32
- Verlag
- TIERethik
- Erscheinungsjahr
- 2026