Sorge um und für „den Bestand“
Der Beitrag schlägt einen weiten Blick auf den Bestand vor: einen Blick hin zum gelebten Raum und seinen Akteur_innen. Die Autorinnen vertreten eine sozialökologische Perspektive im Spannungsfeld von Landschaft, öffentlichem Raum und sozialen Praktiken. Ein nachhaltiger Umbau des städtischen Bestandes erfordert ein erweitertes Bestandsverständnis – als Alternative zu einem Stadtverständnis, welches sich primär a) an Objekten und Gebäuden, b) an anthropozentrischen Sichtweisen und c) an sektoralen Praktiken orientiert. Ausgehend von einem relational-materiellen Raumverständnis wird die Bestandsstadt als gelebter Raum gedacht. Damit werden bauliche, ökologische und soziale Prozesse in Beziehung zu menschlichen und nichtmenschlichen Stadtbewohner_innen gesetzt. Der Diskurs um die Sorgende Stadt liefert hierzu wertvolle Impulse, um eine sozialökologische Transformation der Bestandsstadt zu unterstützen. Der Ansatz der Sorgenden Stadt wird dahin gehend mit Umbaudebatten der Planungsdisziplinen verknüpft. Dabei werden grundlegende Begriffe aus der Care-Forschung wie Interdependenz, Vulnerabilität, Relationalität und Reziprozität in Beziehung zu den Begriffspaaren Fürsorge/Selbstsorge und Vorsorge/Nachsorge gebracht.
- Authors
- Publication type
- Contribution to an anthology
- Medium
- Transformation des Bestandes
- Publisher
- TU Wien Academic Press
- Release year
- 2025
- ISBN
- 978-3-85448-073-0
- Volltext